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Historisches

Die Erstbesiedlung erfolgte vermutlich nach der Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren. Viele Relikte erinnern daran. Später kamen die Pikten - niemand weiß, wann. Sie sprachen eine keltische Sprache, die am ehesten an Walisisch erinnerte. Aber erst mit den Römern fängt eine Art überlieferte Geschichte Schottlands an.

Als die Römer die Insel eroberten, waren die Highlands von Pikten besiedelt - so wurden sie von den Römern genannt, denen sie schwer zu schaffen machten, die Bemalten. Sie hatten die Gewohnheit, ihre Körper mit Tattoos zu versehen. Man weiß über sie herzlich wenig, denn sie verfügten über keine bekannte Schrift und hinterließen nur die geheimnisvollen Piktensteine, behauene Bildsteine, deren Symbolik nicht mehr entzifferbar ist.Als die ersten keltischen Völker zuwanderten, man nannte sie Skoten (und sie gaben Schottland seinen heutigen Namen), verdrängten sie die Pikten, vermischten sich aber auch mit ihnen.

Von Süden drängten die Angeln und Sachsen nach Norden, auch sie trugen das Ihrige zum Völkergemisch bei, aber sie faßten nördlich des Hadrianswalles nicht so richtig Fuß.

Anders die Iren, die über die Hebrideninsel Iona nach Schottland vordrangen und sich auf den Hebriden und in den nördlichen und westlichen Gebieten der Highlands eine neue Heimat eroberten und das Königreich Dalrhiada schufen. Das ging natürlich nicht ohne Konflikte mit den Pikten ab, es entspannen sich erbitterte Kriege, eine Zeitlang existierten beide Territorien mehr oder minder friedlich nebeneinander und zuletzt ging das Volk der Pikten restlos in den Völkern der Zuwanderer auf und die piktische Kultur verlor sich im Dämmer der Geschichte.

Die irischen Zuwanderer brachten außer ihrer gälischen Sprache auch das Clansystem mit nach Schottland. Darunter versteht man Sippenverbände unter einem gemeinsamen Anführer, dem Clanchief, der von den Anführern der zugehörigen Großfamilien, den Chiefs, unterstützt und beraten wurde. Das besiedelte Land war Eigentums des Clans und dem Clanchief oblag die Verwaltung und Verteilung des Landes und die Absicherung der Alten und Kranken. Auch war er derjenige, der die Sippen zum Kampf rief und sie im Kampf anführte, wenn sie sich mit anderen Clans in die Haare gerieten, und das war nicht selten - Grenzstreitigkeiten gab es immer wieder und der Viehdiebstahl galt nicht als unehrenhaft. Dieses Clansystem sicherte die Versorgung jedes Einzelnen (eine Art Vorläufer unseres heutigen Sozialversicherungssystems und unseres Generationenvertrages) und wurde erst durch die englischen Eroberer zerschlagen, als sich das Feudalsystem mit Gewalt durchsetzte und die Highlands nach der Schlacht von Culloden zugunsten großer Jagdgebiete des englischen Hochadels und der Schafzucht geräumt wurden.

Den Besucher von heute zieht gerade diese überwältigende Leere und Einsamkeit an. Allerdings haben wir diese Einsamkeit im September 2016 häufig vermißt: es wimmelte von Touristen, vor allem im Glen Coe. Wohin man schaute: auf jedem noch so kleinen Pfad tummelte sich farbenfrohes Gewimmel.

Aber so ist es zum Glück nicht immer und überall!

Von Britain 802.pdf: Lotroothis work: Furfur - Britain 802.pdf, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32288835

Dank and Wikimedia für die Karte!