Es gibt mehrere Möglichkeiten, Schottland zu erreichen. Am schnellsten geht es mit dem Flugzeug, aber auch per Schiff ist es möglich.
Flüge:
Aus Deutschland werden drei Flughäfen angeflogen: Edinburgh,
Glasgow und Inverness. Die Lufthansa fliegt Glasgow und
Edinburgh an, andere Fluglinien, meist Billiganbieter, auch
Inverness.
Von Wien und Graz gehen Flüge nach Deutschland oder Amsterdam /
Schiphol, dort gehen die Flüge nach Schottland ab.
Auch die Schweiz bietet Direktflüge nach Schottland an.
Schiff:
Es gibt Fähren von den Niederlanden und von Frankreich aus.
Frankreich: Dünkirchen - Dover, Calais - Dover, Folkestone,
also nach England, und das ist ein weiter Weg nach
Schottland.
Niederlande: Zeebrügge und Rotterdam - Hull (England)
Amsterdam / Ijmuiden - Newcastle, nur mehr 80 Meilen nach
Schottland.
Wir haben die DFDS von Ijmuiden nach Newcastle ausprobiert und
sind mit den Commodore-Kabinen sehr zufrieden. Ein- und
Ausschiffen geht sehr schnell, sobald der Check-In offen ist.
Die Betreuung an Bord ist sehr gut, für Unterhaltung ist
ebenfalls gesorgt, mehrere Bars und ein Kino sind in Betrieb.
Das Essen ist gut, der Service ebenfalls. Die Fähren fahren
über Nacht, man kommt also gut ausgeruht an, sofern man sich
nicht die Nacht mit dem überreichen Unterhaltungsangebot um die
Ohren schlägt. Man sollte sich allerdings dessen bewußt sein,
daß man auf den Britischen Inseln links fährt und rechts
überholt, also beim Ausschiffen munter sein sollte.
Die Fahrt mit dem eigenen Wagen und das Übersetzen mit der
Fähre erspart den rechtsgesteuerten Leihwagen mit der Schaltung
auf der “falschen” Seite und die “falsche” Sitzposition wirkt
sich nicht schlimm aus, allerdings ist erhöhte Aufmerksamkeit
geboten, zumindest anfangs. Man gewöhnt sich aber schnell
daran, links zu bleiben und auf Single-Track-Roads nach links
auszuweichen. Siehe nächste Seite Verkehr.
Leihwagen:
Man kann den Leihwagen gleich beim Buchen des Fluges mitbuchen.
Alle großen Leihwagenfirmen unterhalten Schalter auf auf den
schottischen Flughäfen. Unserer Erfahrung nach, wir haben bei
Alamo gebucht, ist die Abwicklung unkompliziert und verläßlich.
An das schottische Englisch, das vom Personal gesprochen wird,
muß man sich anfangs erst gewöhnen. Die Autos sind fast neu und
sehr gut gepflegt. Unser Wagen hatte beide Male (2010 und 2014)
nicht mehr als 3000 Meilen auf dem Buckel, das sind knapp 5000
km.
Bahn:
Das ist ein eigenes Kapitel. Zwar gibt es den Eurotunnel
zwischen Calais und Folkstone, aber das ständige Umsteigen von
einem Zug zum anderen ist zermürbend. Wer die Bahn wählt,
sollte mit kleinem Gepäck und unbegrenzter Zeit fahren. Das
Problem in Schottland selbst ist, daß die Bahn nur die größeren
Städte anfährt (und die sind rar), eine Rundreise per Bahn ist
nicht möglich. Man ist dann auf andere öffentliche
Verkehrsmittel wie Busse angewiesen und das läßt sich nur
schwer abstimmen, denn der öffentliche Verkehr ist nicht sehr
dicht.
Es genügt ein Blick auf eine Karte des schottischen Bahnnetzes
um zu verstehen, warum die Bahn nicht wirklich ideal
ist.
Für Ausflüge empfehlen sich einzelne Strecken, wie z.B. der
Jacobite Steam Train von Fort William nach Mallaig. Aber eben
nur für Ausflüge.