Öffentliche Verkehrsmittel sind in den Highlands rar. Es gibt ein paar Eisenbahnstrecken, diese allerdings sind sehr attraktiv, und es gibt die Postbusse, die bei Bedarf auch Personen befördern. Allerdings entsprechen die Abfahrtzeiten der Postbusse nicht unbedingt den Bedürfnissen der Touristen. Mit ein wenig Planung geht es aber doch, da sollen die Links helfen.
Gewöhnlich fährt man mit dem eigenen Wagen oder einem
Leihwagen. Es ist ratsam, sich an die Regeln zu halten (1 Meile
ist rund 1.6 km):
•30 Meilen im Ortsgebiet (48 km)
•40 Meilen bei Beschränkungen unterwegs (ca 60 km)
•60 Meilen Überland (96 km)
•70 Meilen Autobahn (112 km)
Wer Google Maps und Navigation benützt, hat es leicht. Google
zeigt die Meilen an und auf der eigenen Anzeige hat man die
KM.
Das Tankstellennetz in den Highlands wurde in den letzten
Jahren enorm ausgebaut. Grundsätzlich findet man inzwischen in
jedem etwas größeren Ort eine Tankstelle und gewöhnlich kann
man mit der Karte oder dem Smartphone bezahlen. Auch an der
Autobahn gibt es immer wieder Tankstellen.
Trotzdem sollte man immer etwas Bargeld eingesteckt haben,
nicht zuletzt für ein kleines Trinkgeld bei netten
Dienstleistungen!
Die Straßen in den Highlands sind gewöhnlich Single-Track-Roads
- einspurige Straßen mit Ausweichen (Passing Places). Es gibt
alledings immer mehr zweispurige Straßen und auch an den
Single-Track-Roads wird gearbeitet, um sie touristenfreundlich
auszuweiten. Viele Gegenden sind allerdings per Auto
überhaupt nicht erreichbar, weil es dort keine Ansiedlung oder
nicht einmal ein einzelnes Bauernhaus gibt.
Niemals vergessen: man fährt
links!!!
Auf den Single-Track-Roads spielt das keine große Rolle, man
sollte nur immer daran denken: ausgewichen wird auf die linke
Seite, den links gelegenen Passing Place. Gibt es einen Passing
Place nur rechts, dann bleibt man auf der Straße stehen und
wartet, bis der Gegenverkehr in den Passing Place eingefahren
ist.
Vorsicht: es gibt keine befestigten
Straßenränder, sie sind meist nicht befahrbar!
Ein bisserl Knigge: Es ist üblich, sich mit Handzeichen zu
bedanken oder auf den Dank zu reagieren.
Straßen, die als untauglich für Gespanne gekennzeichnet sind,
die sind gewöhnlich auch für Wohnmobile ungeeignet, denn
Passing Places sind meistens nicht tief und lang genug. Leider
sehen das viele Touristen nicht so, deshalb kommt es häufig zu
großen Problemen auf den Single-Track-Roads. Es bleibt immer
die Frage: wer schiebt zurück? Und da kann es sich bei einer
Begegnung zweier Wohnmobile durchaus auch mal um Kilometer
handeln, bis man einen Parkplatz erreicht, denn die Bankette
sind nur äußerst selten belastbar …
Man kann auch LKWs begegnen, denn die Straßen wurden zur
Versorgung von Höfen und Ansiedlungen gebaut, nicht für die
Touristen.
Merke: ein LKW schiebt niemals
zurück! Gewöhnlich kommt er auch in hohem Tempo daher, also ist
Vorsicht angebracht. Single Track Roads sind keine Rennbahnen -
nur für LKWs - ein kleiner Scherz.
Leihwagen sind natürlich rechtsgesteuert. Man sitzt rechts und schaltet mit der linken Hand. Die Schaltrichtung ist wie bei uns, auch die Pedale sind gleich angeordnet. Es ist trotzdem ziemlich gewöhnungsbedürftig, man sollte sich vor dem ersten Losfahren mit der Schaltung vertraut machen. Dazu hat man auch genügend Zeit, man wird bei der Übernahme nicht bedrängt.
Kreisverkehr:
Kreisverkehrsanlagen sind sehr häufig auf der ganzen Britischen
Insel, oft liegen eine ganze Menge knapp hintereinander. Große
Anlagen können durchaus auch mit Verkehrsampeln versehen sein.
Gewöhnlich sind Straßennummern auf der Straße vor der
Einfahrt in den Kreisverkehr aufgemalt, damit man die richtigte
Spur innerhalb des Kreisverkehrs benützen kann.
Achtung: in den Kreisverkehr fährt
man auch links ein und bewegt sich im Uhrzeigersinn. Nicht
vergessen!
Radfahren in den Highlands
Das Radfahren in den Highlands ist keine reine Freude. Es gibt
kaum Radwege. Ganz selten sieht man an den Hauptstraßen eine
Bodenmarkierung für die Radfahrer und die Single-Track-Roads
sind so schmal, daß der Radfahrer ständig absteigen und Platz
machen muß, wenn ein Auto kommt. Vor allem Lastkraftwagen sind
dort meist sehr schnell unterwegs und erwarten, daß man auf sie
als Nahversorger Rücksicht nimmt. Inzwischen hat man
Mountainbike-Strecken eingerichtet, allerdings kommt man dort
erst wieder über die Straßen oder im PKW hin …
Trotzdem sind immer mehr Radfahrer unterwegs, vor allem aus
Deutschland und den Niederlanden und manchmal denken sie nicht
daran, Platz zu machen. Also: Geduld, liebe Reisende!
Fotostops
Auf Single-Track-Roads gibt es nur wenige Plätze, an denen man
halten und fotografieren kann.
Passing Places sind keine Parkplätze und keine
Fotostop-Plätze! Während der Saison wird dieser
Umstand polizeilich überwacht.
Nur auf gekennzeichneten und tiefer ausgeräumten Plätzen ist
das längere Stehenbleiben oder Parken für eine kleine Wanderung
möglich und erlaubt. Nicht nur in der Hochsaison ist Polizei
unterwegs und achtet auf die Einhaltung dieser Regel.
Wer sich einsichtig und rücksichtsvoll verhält, muß darauf
ohnedies nicht hingewiesen werden …
Inselverkehr
Zwischen Festland und Inseln und zwischen den Inseln verkehrt
Caledonian MacBrayne (CalMac), die staatliche Gesellschaft für
Seetransporte. Es ist von Vorteil, die Fähren schon bei der
Planung des Urlaubs zu buchen, sie sind meist voll belegt, denn
sie dienen der Versorgung der Inselbewohner.
Es kann auch vorkommen, daß kleinere Fähren bei Sturm nicht
auslaufen, dann hat man nur 2 Möglichkeiten:
entweder man wartet oder man sucht eine Brücke (gewöhnlich sehr
weit entfernt), sofern es sich um einen Loch oder einen Fluß
handelt.
Was überall, nicht nur in den Highlands, gilt: ein bißchen Freundlichkeit und ein Lächeln öffnet alle Türen. Und „bitte“ und „danke“ sollten selbstverständlich sein.